Programme von Deutschlandfunk Kultur

Bei uns finden Sie die Programmvorschau von Deutschlandfunk Kultur für die kommenden 7 Tage und die wichtigsten Informationen, wie zum Beispiel die Namen der Moderatoren oder einen Vorgeschmack zu den Sendungen. Oberhalb der Radioprogramme können Sie mit Hilfe der Radiosuche zu einem anderen Radiosender wechseln oder mit Hilfe des Datumsfelds das Datum einstellen, ab dem die Radioprogramme angezeigt werden sollten. Wenn Sie festgestellt haben, dass im Radio nicht die in der Programmvorschau angekündigte Sendung läuft, dann kontaktieren Sie uns bitte auf der Kontakt Seite und wir versuchen den Fehler schnellstmöglich zu korrigieren. Wenn Sie die Sendung von mehreren Radios gleichzeitig anschauen möchten, dann besuchen Sie bitte die gemeinsame Radioprogramm Seite.

00:00 - Nachrichten
00:05 - Klangkunst
Wandering Lake − an atomic opera
Von Echo Ho und Ulrike Janssen
Stimme: Melanie Lüninghöner, Bettina Wenzel, Daniel Werner
Sonifikation: Albe ... Weiter >>rto de Campo
Ton: Mount Wobble Studio / Marcus Zilz
Produktion: Autorinnenproduktion für WDR und Deutschlandfunk Kultur 2021
Länge: 46'00

Der ausgetrocknete Salzsee Lop Nor wurde von der chinesischen Zentralregierung in den 1950er-Jahren zum Testgebiet für Atomwaffen erklärt. Echo Ho und Ulrike Janssen komponieren ein Hörstück über einen weitgehend vergessenen Ort. Auf Satellitenbildern erinnert das ausgetrocknete Seebett an eine übergroße Ohrmuschel. Der „See, in den viele Quellen zusammenströmen“, so sein mongolischer Name, liegt heute in Xinjiang, einem autonomen Gebiet im Nordwesten Chinas. 1964 machte die chinesische Zentralregierung nördlich des Seebeckens erste Atomwaffentests. Der nukleare Fallout breitete sich aus wie Schallwellen.
Echo Ho und Ulrike Janssen folgen in ihrem Hörstück den Phasen einer Atomexplosion. Dabei erzählen die Künstlerinnen von den Mythen und Relikten zahlreicher Zivilisationen, die einst am Ufer des Sees lebten.

Echo Ho, geboren in Beijing, verfolgt als Klangkünstlerin einen interdisziplinären Ansatz. Sie studierte an der Kunsthochschule für Medien (KHM) in Köln und lehrte dort von 2007 bis 2013 im Studienbereich Sound. Ihre Arbeiten wurden weltweit gezeigt, unter anderen im He Xiangning Art Museum Shenzen, im Center-A in Vancouver, dem ZKM Karlsruhe und auf der ISEA 2010 Ruhr.

Ulrike Janssen, Autorin und Regisseurin für Hörfunk und Theater, lebt und arbeitet in Köln. 2019 erhielt sie gemeinsam mit Marc Matter den Karl-Sczuka-Preis für das Hörstück „Meerschallschwamm und Schweigefang“ (Deutschlandfunk Kultur 2018).
01:00 - Nachrichten
Global
Moderation: Olga Hochweis
05:00 - Nachrichten
05:05 - Studio 9
Kultur und Politik am Morgen
09:00 - Nachrichten
09:05 - Im Gespräch
Menschenrechtler Manfred Nowak mit Tim Wiese
10:00 - Nachrichten
10:05 - Lesart
Das Literaturmagazin
11:00 - Nachrichten
11:05 - Tonart
Das Musikmagazin am Vormittag
12:00 - Nachrichten
12:05 - Studio 9 - Der Tag mit ...
13:00 - Nachrichten
13:05 - Länderreport
14:00 - Nachrichten
14:05 - Kompressor
Das Popkulturmagazin
15:00 - Nachrichten
15:05 - Tonart
Das Musikmagazin am Nachmittag
17:00 - Nachrichten
17:05 - Studio 9
Kultur und Politik am Abend
18:00 - Nachrichten
18:05 - Wortwechsel
Migrationspolitik -
Wie wird Deutschland zu einem echten Einwanderungsland?

Gäste:
- Hakan Demir, stellv. Sprecher der Arbeitsgruppe Migr ... Weiter >>ation und Integration der SPD-Bundestagsfraktion
- Prof. Dr. Petra Bendel, Vorsitzende des Sachverständigenrats deutscher Stiftungen für Integration und Migration
- Chris Pyak, Unternehmensberater und Journalist

Moderation: Annette Riedel
19:00 - Nachrichten
19:05 - Aus der jüdischen Welt mit Shabbat
19:30 - Zeitfragen
Literatur
Kulturhauptstadt 2022
Novi Sad - literarisch
Von Mirko Schwanitz
(Wdh. v. 28.1.2022)

Die europäische Kulturhauptstadt No ... Weiter >>vi Sad beschwört den Vielvölkergeist der einstigen Monarchie. Die Bewohner von Novi Sad verstehen es bis heute nicht: Sie ließen sich nie vom nationalistischen Geist der Ära Milosevic anstecken und waren doch die ersten, die im Zuge des Kosovokonflikts 1999 von NATO-Flugzeugen bombardiert wurden. Dass die Stadt nun als erste Stadt außerhalb der EU den Titel Europäische Kulturhauptstadt tragen darf, erfüllt viele mit Genugtuung. Denn noch immer leben in der Vojvodina rund um Novi Sad neun Nationalitäten zusammen. Daraus wollten die Initiatoren eine für Serbien vorbildhafte Identität kreieren. Doch kann das funktionieren? Schließlich werden die Nationalitäten zunehmend unsichtbar. Die Deutschen wurden vor langer Zeit vertrieben, die ungarische Sprache verschwindet aus dem Alltag, von der jüdischen Kultur blieb nur eine imposante Synagoge. Dennoch unternimmt die Stadt den Versuch, an den Vielvölkergeist der einstigen K.-u.-k-Monarchie anzuknüpfen. Ein literarischer Streifzug.
20:00 - Nachrichten
20:03 - Konzert
Philharmonie Berlin
Aufzeichnung vom 01.12.2022

Gaetano Pugnani
„Werther“ - Melodram in zwei Teilen nach Johann Wolfgang von Goethe
... Weiter >>r>Sabin Tambrea, Sprecher
Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
Leitung: Giovanni Antonini
22:00 - Nachrichten
22:03 - Musikfeuilleton
Komponierende Nullen und Einsen
Künstliche Intelligenz und ihr Platz in der Musik
Von Christoph Drösser Die Künstliche Intelligenz (KI) ha ... Weiter >>t in den letzten Jahren rasante Fortschritte gemacht - und auch Musikerinnen und Musiker haben sie für sich entdeckt. KI-Algorithmen komponieren im Stil alter Meister, sie kreieren Popsongs für den Alltagsgebrauch und improvisieren sogar zusammen mit menschlichen Instrumentalisten. Sind die neuen Verfahren nur eine technische Spielerei oder können Komponisten und Musiker mit ihnen ihr kreatives Potenzial erweitern?
23:00 - Nachrichten
23:05 - Fazit
Kultur vom Tage
00:00 - Nachrichten
00:05 - Lange Nacht
Meine Sprache versteht die ganze Welt
Eine Lange Nacht über Joseph Haydn
Von Nikolaus Scholz
Regie: der Autor
(Wdh. v. 25./26.05.2019) ... Weiter >> Joseph Haydn (1732-1809), vor 290 Jahren geboren, Begründer der klassischen Symphonie und Komponist der österreichischen Kaiserhymne und späteren deutschen Nationalhymne, lebte in einer schillernden, revolutionären Ära, und läutete zusammen mit Mozart und Beethoven eine neue musikalische Epoche ein, die der „Wiener Klassik“. Er ist 24 Jahre vor Mozart geboren und hat den genialen Zeitgenossen fast um 18 Jahre überlebt. Seine 77 Lebensjahre waren erfüllt von schöpferischer Vitalität und der Lust am musikalischen Experiment, worüber sich Joseph Haydn drei Jahre vor seinem Tod selbst äußerte: “Gewöhnlich verfolgen mich musikalische Ideen bis zur Marter; ich kann sie nicht loswerden, sie stehen wie Mauern formiert. Ist es ein Allegro, das mich verfolgt, dann schlägt mein Puls stärker, ich kann keinen Schlaf finden. Ist es ein Adagio, dann bemerke ich, dass der Puls langsamer schlägt. Die Fantasie spielt mich, als wäre ich ein Klavier.“ Die Lange Nacht über Joseph Haydn präsentiert nicht nur das musikalische Oeuvre das im Dienste der ungarischen Fürsten Esterházy entstand, sondern wirft ein breites Schlaglicht auf die Musikwelt im Wien des 18. Jahrhunderts von Karl VI. und Maria Theresia, auf die Wiener Freimaurerszene und die Ausbildung und Leidensgeschichte der Kastraten zu jener Zeit. Die Sendung widmet sich auch Haydns abenteuerlichen Reisen mit Kutsche und Schiff quer durch Europa. Damit nicht genug, erzählt uns eine groteske Coda vom Tod des Komponisten, der mit der Eroberung Wiens durch napoleonische Truppen zusammenfällt.
03:00 - Nachrichten
03:05 - Tonart
Klassik reloaded
05:00 - Nachrichten
05:05 - Aus den Archiven
Sammy Davis Jr: Der unmögliche Traum (2/5)
Broadway, New York und Studios, Studios
Von Siegfried Schmidt-Joos
RIAS Berlin 1984
Teil 3 am 0 ... Weiter >>7.01.2023, 05:05 Uhr In der zweiten Folge über einen der ersten Superstars im US-amerikanischen Showbusiness, widmet sich Siegfried Schmidt-Joos - Musik- und Kulturjournalist sowie Autor von Büchern aus der Jazz-, Pop- und Rockmusikkultur - der Musik, die Sammy Davis Junior liebte, und seiner Beziehung zu Schallplattenproduktionen, die sehr spät begannen: Erst 1949 mit 23 Jahren betrat Sammy Davis zum ersten Mal ein Plattenstudio, da war er auf Tourneen und im Broadway bereits ein Veteran. Denn er hatte schon mit drei Jahren seine erste Gage von zehn Dollar für einen Bühnenauftritt bekommen, als er an einer Amateurtanz-Ausscheidung in Philadelphia teilnahm. Dort gewann er mit Abstand den ersten Platz und erhielt außer den zehn Dollar auch noch einen Silberbecher. Das war im Jahr 1929. Seitdem lief die Karriere. Hat man diesen frühen Start in Erinnerung, kann man sich nur wundern, dass es von diesem Bühnendynamo erst so spät Schallplatten gab. Warum das so war, auch davon erzählt Siegfried Schmidt-Joos.
06:00 - Nachrichten
06:05 - Studio 9
Kultur und Politik am Morgen
09:00 - Nachrichten
09:05 - Im Gespräch
Zeitsouveränität

Moderation: Katrin Heise

Live mit Hörern
08 00 22 54 22 54
gespraech@deutschlandfunkkultur.de
11:00 - Nachrichten
11:05 - Lesart
Das politische Buch
Café Central, Grillo-Theater, Essen
Aufzeichnung vom 29.11.2022
Moderation: Christian Rabhansl
12:00 - Nachrichten
12:05 - Studio 9 - Der Tag mit ...
13:00 - Nachrichten
13:05 - Breitband
Medien und digitale Kultur
14:00 - Nachrichten
14:05 - Rang 1
Das Theatermagazin
14:30 - Vollbild
Das Filmmagazin
16:00 - Nachrichten
16:05 - Echtzeit
Das Magazin für Lebensart
17:00 - Nachrichten
17:05 - Studio 9
Themen des Tages
17:30 - Tacheles
18:00 - Nachrichten
18:05 - Feature
Franco A. − Soldat und Terrorist
Von Christian Lerch
Regie: Thomas Wolfertz
Mit: Daniel Berger, Markus Bachmann, Susanne Reuter
Technische ... Weiter >> Realisation: Gerd Nesgen
Produktion: WDR/ORF 2022
Länge: 53'35

Im Winter 2017 wird der Bundeswehrsoldat Franco A. bewaffnet am Flughafen Wien von einer Spezialeinheit festgenommen. Der Mann − im Besitz einer gefälschten Geflüchtetenidentität − soll einen Anschlag geplant haben. Handelte er allein? Ehrgeizig macht der Offenbacher Franco A. Karriere in der Bundeswehr. Bereits im Alter von 26 Jahren ist er Oberleutnant. Dass Franco A. unter Kameraden als rassistisch und antisemitisch bekannt ist, bleibt ohne Konsequenzen. Für die Bundeswehr-Vorgesetzten gilt er als zu klug, um Rechtsextremist zu sein; es bleibt bei Verwarnungen. Franco A. selbst sieht sich als einfacher Soldat, der vorgibt seinem Eid zu folgen, um dieses Land zu schützen. 2015 nimmt er die Identität eines Geflüchteten an. Die Bundesanwaltschaft ist überzeugt: A. plante eine false flag operation, einen Anschlag mit gefälschter Identität, um Angst und vor allem Hass auf Geflüchtete zu schüren und zu belegen, dass der Staat nicht länger für Sicherheit sorgen kann. Nur durch puren Zufall − den Fund einer versteckten Waffe bei Wartungsarbeiten am Wiener Flughafen − scheitert der mutmaßliche Plan frühzeitig und er wird verhaftet. Oberleutnant Franco A. wird 2021 wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat angeklagt. Am 15. Juli 2022 wird er zu fünf Jahren und sechs Monaten verurteilt. Er ist damit der erste verurteilte Rechtsterrorist der Bundeswehr.

Christian Lerch, geboren 1978 am Bodensee, ist Journalist, Feature-Autor und Hörspielregisseur. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche internationale Auszeichnungen, u.a. den silbernen Award des New York Radio Festivals für „Illegale Drogen töten“ (DKultur/ORF 2016) und den Prix Europa für die beste europäische Radiodokumentation sowie den dokKa-Preis für „Papa, wir sind in Syrien“ (RBB/WDR 2016). Lerch lebt und arbeitet abwechselnd in Berlin und Wien. Zuletzt produzierte er den Podcast „six seasons: Von Bilden im Kunsthistorischen Museum Wien“ (ORF 2019).
19:00 - Nachrichten
19:05 - Oper
National Opera House, Wexford
Aufzeichnung vom 03.11.2022

Fromental Halévy
"La Tempesta", Grand-Opéra in drei Akten
Libretto: Eugène S ... Weiter >>cribe und Pietro Giannone

Miranda - Hila Baggio, Sopran
Alonzo - Rory Musgrave, Bariton
Fernando - Giulio Pelligra, Tenor
Propero - Nikolay Zemlianskikh, Bassbariton
Sicorace - Emma Jüngling, Mezzosopran
Antonio - Richard Shaffrey, Tenor
Calibano - Giorgi Manoshvili, Bariton
Ariele - Jade Phoenix, Sopran
Chor und Orchester des Wexford Festivals
Leitung: Francesco Cilluffo
22:00 - Die besondere Aufnahme
Ars moriendi - die Kunst des Sterbens

Johann Sebastian Bach
"Die Kunst der Fuge" BWV 1080
und Arien aus Kantaten

Franz Vitzthum, C ... Weiter >>ountertenor
Ensemble il capriccio
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2022
23:00 - Nachrichten
23:05 - Fazit
Kultur vom Tage
00:00 - Nachrichten
00:05 - Stunde 1 Labor
Save your grave
Historisches Grab als eigene letzte Ruhestätte
Von Susanne Burkhardt und Marietta Schwarz In Berlin gibt es circa 240 Frie ... Weiter >>dhöfe, von denen 85 unter Gartendenkmalschutz stehen. Die Friedhofsverwaltungen sind stolz darauf, gleichzeitig sehen sie sich aber vor Herausforderungen gestellt, die sie allein kaum meistern können: Der Trend zu kleinen Urnengräbern und anonymen Bestattungen führt zu immer weniger Einnahmen und immer mehr Freiflächen, die trotzdem bewirtschaftet werden müssen. Denkmalschutz ist teuer, weshalb die Ämter genau prüfen, wieviel historischen Bestand sie überhaupt erhalten können. Eine unkonventionelle Möglichkeit, den Erhalt historischer Gräber zu unterstützen, sind private Patenschaften. Paten erklären sich bereit, alte Grabstätten zu restaurieren und zu pflegen - im Gegenzug können sie später einmal selbst dort beigesetzt werden. Wie wird man Pate eines Grabes? Was genau muss man dafür tun? Das sind Fragen, die sich Susanne Burkhardt und Marietta Schwarz gestellt haben. Beim Blick hinter die Kulissen des Friedhofsalltags und der Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit erfuhren sie, dass die Beschäftigung mit solchen Fragen weder trist noch traurig sein muss.
01:00 - Nachrichten
01:05 - Diskurs
ENCOUNTER— DOCUMENTA FIFTEEN als politisches und kulturelles Ereignis

Es diskutieren:
- Prof. Dr. Dirk Baecker, Soziologe, Seniorprofessor f ... Weiter >>ür Organisations- und Gesellschaftstheorie, Zeppelin University, Friedrichshafen
- Prof. Dr. Teresa Koloma Beck, Soziologin, Professorin für Soziologie, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg
- Prof. Dr. Ralf Michaels, Rechtswissenschaftler, Direktor des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Privatrecht, Hamburg PD
- Dr. Kristin Platt, Kulturwissenschaftlerin und Sozialpsychologin, Leiterin des Instituts für Diaspora- und Genozidforschung an der Ruhr-Universität Bochum

Moderation: Thorsten Jantschek, Deutschlandfunk Kultur

Aufzeichnung vom 21.11.2022, Hamburger Institut für Sozialforschung
- Kooperation mit der Hochschule für bildende Künste Hamburg, Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg und Deutschlandfunk Kultur - Die documenta fifteen im Sommer dieses Jahres wagte ein Experiment. Die Ausstellung spannte einen Raum auf, in dem unterschiedliche historische Erfahrungen und unterschiedliche Vorstellungen von Kunst, Politik und Gesellschaft nahezu ungebremst aufeinander trafen. Es war eine Begegnungssituation, ein encounter, das verschiedene Akteure nicht nur miteinander konfrontierte, sondern auch mit ihrem Ort in der Welt und in der Geschichte. Die Podiumsdiskussion will diesen historischen Moment genauer ausleuchten. Sie nimmt die d15 als politisches und kulturelles Ereignis in den Blick, um die Begegnung selbst sowie die aus ihr erwachsenen Schock- und Skandalisierungspotentiale besser zu verstehen. Dabei fragt sie insbesondere nach bislang vernachlässigten Aspekten.
02:00 - Nachrichten
02:05 - Klassik-Pop-et cetera
Moderation: Heike Geißler, Autorin
(Wdh. v. Deutschlandfunk) Heike Geißler wurde 1977 in der sächsischen Kleinstadt Riesa geboren, wuchs dort ... Weiter >> und in Chemnitz auf, studierte Amerikanistik, Politik und Geografie in Dresden sowie Hispanistik und Literaturwissenschaften in Halle. Sie ist Autorin, Übersetzerin und Mitherausgeberin der Heftreihe „Lücken kann man lesen”. 2002 erschien ihr Debütroman „Rosa”, für den sie den Alfred-Döblin-Förderpreis bekam. In ihrem Buch „Saisonarbeit” verarbeitet sie ihre Tätigkeit als Aushilfskraft in einem Logistikzentrum von Amazon in Leipzig. Der Titel wurde in etliche Sprachen übersetzt und u.a. in der renommierten Kulturzeitschrift The New Yorker besprochen. Mit ihrem aktuellen Werk „Die Woche”, in dem eine Frau gegen eine Woche voller Montage kämpft, war Geißler für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Da sie selbst eigentlich nur Klassik höre, hat sie sich für „Klassik-Pop-et cetera“ Musiktipps und Unterstützung von Familie, Freundinnen und Wegbegleitern geholt.
03:00 - Nachrichten
03:05 - Tonart
Urban
Moderation: Christoph Reimann
06:55 - Wort zum Tage
Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage
07:00 - Nachrichten
07:05 - Feiertag
Nur das Beste?
Vom Risiko der Erwartungen
Von Pfarrer Stephan Krebs, Darmstadt
Evangelische Kirche
07:30 - Kakadu
Äpfel, Nüsse, Schokolade
Warum steckt der Nikolaus seine Geschenke in Stiefel und Schuhe?
Moderation: Ulrike Jährling Ihr kennt das: Er k ... Weiter >>ommt jedes Jahr in der Nacht auf den 6. Dezember und steckt Süßigkeiten, Nüsse und kleine Geschenke in eure - geputzten - Schuhe: der Nikolaus. Der Brauch geht zurück auf den heiligen Nikolaus, der wirklich mal gelebt hat - und zwar um etwa 300 nach Christus in der römischen Provinz Lykien. Das ist eine Gegend, die heute in der Türkei liegt. Er war ein reicher Mann, verteilte seinen Reichtum aber großzügig unter Armen und Kranken und anderen Menschen, die Hilfe brauchten. Auch das wisst ihr vielleicht bereits, die Geschichte ist schon oft erzählt worden. ABER: wisst ihr auch, warum der Nikolaus seine kleinen Geschenke eigentlich in Stiefel oder Schuhe steckt? Das ist ja schon ein bisschen eklig, oder? Auch wenn die Schuhe geputzt sind, man war ja trotzdem mit seinen Stinkesocken drin. Höchste Zeit also für eine kritische Nachfrage.
08:00 - Nachrichten
08:05 - Kakadu
Kinderhörspiel
Vier in einem Fischbauch
Von Mario Göpfert
Nach Motiven von Hans Christian Andersen
Ab 7 Jahre
Regie: Götz Naleppa
K ... Weiter >>omposition: Frieder Butzmann
Mit: Boris Aljinovic, Winnie Böwe, Stefan Kaminski, Max Volkert Martens, Gerd Wameling
Ton und Technik: Bernd Friebel und Frank Klein
Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011
Länge: 52'46
Moderation: Ulrike Jährling

In einem Fischbauch treffen sich ein Zinnsoldat, eine Stopfnadel, ein Fischkopf und ein Schilling. In einem Fischbauch treffen sich vier Dinge: ein Zinnsoldat, der nur ein Bein hat; eine eingebildete Stopfnadel, die sich für eine Nähnadel hält; ein Heringskopf, der von selbst leuchtet und ein Silberschilling, der keinen Wert mehr hat. Alle vier sind sie verloren gegangen. Und ein jedes Ding hat seine Geschichte. Der Zinnsoldat liebt eine kleine Tänzerin aus Papier. Die Stopfnadel ging zu Bruch, als sie einen Pantoffel stopfen musste. Der Heringskopf sah schon gute Chancen, Nachfolger einer alten Straßenlaterne zu werden, aber der Straßenfeger kehrte ihn in den Rinnstein. Und der Silberschilling war lange Zeit im Ausland, wo er als Falschgeld behandelt wurde. Am Ende galt er auch im eigenen Lande nichts mehr. Nun sitzen alle vier im Fischbauch gefangen. Wie kommen sie da wieder raus?

Mario Göpfert, geboren 1957, Schriftsetzerausbildung, danach Studium am Institut für Literatur in Leipzig. Lebt als freier Autor in Dresden und schreibt seit 1984 Hörspiele und Erzählungen für Kinder.
09:00 - Nachrichten
09:05 - Kakadu
Magazin
Moderation: Ulrike Jährling
08 00 22 54 22 54
09:30 - Sonntagsrätsel
Moderation: Ralf Bei der Kellen
sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de
10:00 - Nachrichten
10:05 - Plus Eins
11:59 - Freiheitsglocke
12:00 - Nachrichten
12:05 - Studio 9
Themen des Tages
12:30 - Die Reportage
13:00 - Nachrichten
13:05 - Sein und Streit
Das Philosophiemagazin
14:00 - Nachrichten
14:05 - Religionen
15:00 - Nachrichten
15:05 - Interpretationen
Zwischen allen Stühlen
Die Sinfonie d-Moll von César Franck
Gast: Harald Eggebrecht, Musikpublizist
Moderation: Ruth Jarre
17:00 - Nachrichten
17:05 - Studio 9
Themen des Tages
17:30 - Nachspiel
Das Sportmagazin
18:30 - Hörspiel
Begleitsendung und Gesprächsrunde zur Produktion „Aminadab“
Mit dem Bearbeiter und Regisseur Klaus Buhlert, der Literaturwissenschaftlerin Prof. D ... Weiter >>r. Martina Bengert und Dr. Marcus Coelen u.a.
Moderation: Christine Grimm
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2022
Länge: 86'30
(Ursendung)

Maurice Blanchots Leben und Werk steht im Zeichen der Paradoxie. Eine Gesprächsrunde zu seiner Literaturtheorie, seiner bisweilen widersprüchlich wirkenden Biografie und über Zugänge zu seinen Texten. Maurice Blanchot war Journalist, Schriftsteller und gilt als einer der einflussreichsten Literaturtheoretiker der französischen Nachkriegszeit. So prägend er als Literaturtheoretiker ist, so unbekannt ist er in Deutschland bisweilen als Erzähler geblieben. Seine Schriften galten mehr als einer Generation französischer Denker als Bereicherung, genannt seien nur Sartre, Foucault, Deleuze, Derrida oder auch Nancy. Bereichernd sind diese Texte nicht, weil sie ergebnishaft Wissen vermitteln, sondern weil die Lektüre den Leser in einen Strudel verunsichernder Selbstaufgabe zieht. Blanchots Texte zu lesen bedeutet gewissermaßen auch zu verstehen, wie die Literatur auf die Philosophie einwirken kann, und zwar in dem Maße, wie sie die Philosophie selbst infrage stellt, indem sie eine andere, literarische Denkweise offenlegt.

In dieser Begleitsendung soll es zum einen um die Literaturtheorie Blanchots gehen und zum anderen um Blanchots Biografie. So sind seine politischen Entscheidungen in den 1930er Jahren die ihn mit dem Antikommunismus und der antiparlamentarischen Rechten verbunden, Gegenstand vieler Debatten. Darüber − und über Zugänge zu seinen Texten sprechen in dieser Begleitsendung u. a. der Bearbeiter und Regisseur Klaus Buhlert, die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Martina Bengert und Dr. Marcus Coelen.
20:00 - Nachrichten
20:03 - Konzert
Auditorium des Maison de la Radio et de la Musique, Paris
Aufzeichnung vom 24.11.2022

Maurice Ravel
Ma mère l'oye

Alexander Skrja ... Weiter >>bin
Konzert für Klavier und Orchester fis-Moll op. 20

César Franck
Sinfonie d-Moll op. 48

Daniil Trifonov, Klavier
Orchestre National de France
Leitung: Cristian Măcelaru
22:00 - Nachrichten
22:03 - Literatur
Nocturnes
Die schlaflosen Nächte der Schriftsteller
Von Uta Rüenauver
(Wdh. v. 10.01.2021)

Manche Schriftstellerin, mancher Schriftste ... Weiter >>ller wacht, während die Welt schläft, und macht Erfahrungen, die der Tag nicht bereithält. Kafka, Rilke, Pessoa, Hesse und viele andere waren schlechte Schläfer. Viele Schriftstellerinnen haben über ihre durchwachten Nächte geschrieben, in Tagebüchern und literarischen Texten. Schlaflosigkeit ist selten erwünscht, auch wenn sie mitunter - wie bei Kafka, der tagsüber als Versicherungsjurist arbeitete - das Schreiben erst ermöglicht. Sie ist ein zermürbendes Leiden, das dünnhäutig, hypersensibel, reizbar und ängstlich macht. Die nächtliche Schlaflosigkeit führt in Grenzbereiche des Bewusstseins und der Existenz. Sie erlaubt und erzwingt zuweilen Erfahrungen, die der Tag nicht bereithält. Und so bleibt mancher Schriftsteller wach, während die Welt um ihn herum schläft, um die Inspiration der Nacht zu finden. Ulrike Almut Sandig, Aris Fioretos, Norbert Hummelt u.a. erzählen von ihren schlaflosen Nächten.
23:00 - Nachrichten
23:05 - Fazit
Kultur vom Tage
00:00 - Nachrichten
00:05 - Das Podcastmagazin
01:00 - Nachrichten
01:05 - Tonart
Klassik
Moderation: Haino Rindler
05:00 - Nachrichten
05:05 - Studio 9
Kultur und Politik am Morgen
09:00 - Nachrichten
09:05 - Im Gespräch
10:00 - Nachrichten
10:05 - Lesart
Das Literaturmagazin
11:00 - Nachrichten
11:05 - Tonart
Das Musikmagazin am Vormittag
12:00 - Nachrichten
12:05 - Studio 9 - Der Tag mit ...
13:00 - Nachrichten
13:05 - Länderreport
14:00 - Nachrichten
14:05 - Kompressor
Das Popkulturmagazin
15:00 - Nachrichten
15:05 - Tonart
Das Musikmagazin am Nachmittag
17:00 - Nachrichten
17:05 - Studio 9
Kultur und Politik am Abend
18:30 - Weltzeit
19:00 - Nachrichten
19:05 - Zeitfragen
Politik und Soziales - Magazin
20:00 - Nachrichten
20:03 - In Concert
Funkhauskonzert
Live aus Raum Dresden von Deutschlandfunk Kultur

Zelia Fonseca Trio

Moderation: Carsten Beyer
21:30 - Einstand
Ein Konzert entsteht
Sans Frontières: Vom Spielzimmer ins Festspielhaus
Von Leonie Klein

Konzertmacher wollen ihr Publikum begeistern, a ... Weiter >>nregen und gern wieder sehen, aber wie funktioniert eine gute Planung? Der Einstand hat ein Projekt von der ersten Idee bis zum Schlussapplaus begleitet. „Wie fang´ ich nach der Regel an?“ - „Ihr stellt sie selbst und folgt ihr dann.“ Was Richard Wagner in „Die Meistersinger von Nürnberg“ formulierte, klingt einfach, aber in der Realität ist es dann doch oft ganz schön kompliziert, wie die Planung und Realisierung eines Konzerts zum Thema „Sans Frontières - Grenzenlos für Frieden und Freiheit“ zeigt. Den Machern ging es dabei um ein Konzertformat der „Zukunft“. Dabei sollte sich das Grenzenlose der Kultur sowohl in der Auswahl der musikalischen Werke als auch in der ästhetischen Umsetzung des Konzerts widerspiegeln. Von der ersten Idee bis hin zum Schlussapplaus. Vom Spielzimmer des Enno-Ilka Uhde auf die große Bühne des Festspielhauses Baden-Baden hat Leonie Klein die Entstehung dieses spannenden Projektes begleitet.
22:00 - Nachrichten
22:03 - Kriminalhörspiel
Prof. van Dusen rettet die Venus von Milo
Von Michael Koser
Regie: Rainer Clute
Mit: Friedrich W. Bauschulte, Klaus Herm, Gerd Duwner, Lothar ... Weiter >> Blumhagen, Krikor Melikyan, Andreas Thieck, Peter Matić
Ton und Technik: Hans Martin und Manfred Rabbel
Produktion: RIAS Berlin 1982
Länge: 55'24

Der Direktor des Louvre hat gehört, dass der große Wissenschaftler Prof. van Dusen mittels der neu entdeckten X- oder Röntgenstrahlen die Echtheit von Gemälden bestimmen kann. Nun bittet der Direktor van Dusen um seine Mitarbeit. Monsieur Popelotte, Direktor des Louvre, ist vermutlich einem Betrüger aufgesessen. Popelotte hatte einen Tizian angekauft, den Kunstexperten für eine Fälschung halten. Gerade als das Ergebnis von van Dusens Untersuchung vorliegt − der Tizian ist tatsächlich eine Fälschung −, ereignet sich eine neue Tragödie. Aus dem Louvre ist die Venus von Milo gestohlen worden. Was Arsène Lupin, der berühmt-berüchtigte Gentleman-Gauner, dem Direktor kurz und sachlich angekündigt hatte, ist eingetreten: Er hat die berühmte Statue entführt, obwohl die echte Venus von Milo vorsorglich durch eine Fälschung ersetzt und ins Magazin gebracht worden war.
Wie hat es Lupin geschafft, die steinerne und beträchtlich schwere Schönheit aus dem Magazin zu entfernen? Während van Dusen sich seine Gedanken macht, bietet Lupin dem Direktor an, die Statue gegen eine beträchtliche Summe einzutauschen. Für die Geldübergabe bestimmt der Dieb einen ungewöhnlichen Ort − das Pissoir im Jardin du Luxembourg.

Michael Koser, geboren 1938 in Berlin, studierte Geschichte, Politik und Germanistik. Seit 1966 ist er freier Autor. Er schrieb zunächst Science-Fiction-Hörspiele und eroberte sich ab 1978 mit der legendären Hörspielreihe „Professor van Dusen“ eine wachsende Fan-Gemeinde. Von 1978 bis 1999 produzierten RIAS Berlin und Deutschlandradio insgesamt 77 Folgen. Die Figur des Professor van Dusen ist eine Erfindung des US-amerikanischen Autors Jacques Futrelle, der 1912 mit der Titanic unterging. Koser entwickelte die Figur in seinen Hörspielen weiter. Während die ersten Stücke noch auf Kurzgeschichten Futrelles basieren, sind der Großteil der Fälle von Koser selbst erdacht.
Weitere Hörspielserien von Michael Koser: „Der letzte Detektiv“ (BR) und „Cocktail für zwei“ (DLR Berlin). Deutschlandradio produzierte außerdem die Hörspiele „Film Noir“ (2001), „Die Alzheimergang“ (2002) und „Die Schule der Glücksritter“ (2004).
23:00 - Nachrichten
23:05 - Fazit
Kultur vom Tage
00:00 - Nachrichten
00:05 - Neue Musik
Radikale Gelassenheit
Die Komponistin und Elektronikpionierin Éliane Radigue
Von Leonie Reineke

Lange stand die französische Komponistin ... Weiter >>und Elektronikpionierin Éliane Radigue im Schatten ihrer männlichen Kollegen und wird nun allmählich wiederentdeckt: 1932 geboren, verbrachte Éliane Radigue die meiste Zeit ihrer Laufbahn mit einem einzigen Instrument - dem analogen Modularsynthesizer ARP-2500. Hiermit entwickelte sie eine Musiksprache, die sich in subtilen Veränderungen vollzieht, in kaum wahrnehmbaren Übergängen von einer Klangwelt zur anderen. Nach der Jahrtausendwende gab Radigue das Komponieren mit dem Synthesizer auf und begann, für akustische Instrumente zu schreiben. Seit 2011 arbeitet sie an ihrem Zyklus „OCCAM“ für Solo-Instrumente und kammermusikalische Besetzungen. In gewisser Hinsicht sprechen diese Stücke noch immer die Sprache der elektronischen Musik. Am 24. Januar 2022 feierte Éliane Radigue ihren 90. Geburtstag. Das Berliner Festival „MaerzMusik“ widmete der Komponistin einen Schwerpunkt und brachte sowohl ihre elektronischen Stücke als auch ihre Instrumentalmusik auf die Bühne.
01:00 - Nachrichten
01:05 - Tonart
Jazz
Moderation: Vincent Neumann
05:00 - Nachrichten
05:05 - Studio 9
Kultur und Politik am Morgen
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Wirtschaft und Umwelt - Magazin
20:00 - Nachrichten
20:03 - Konzert
Hamburger Kammermusikfestival International
Kulturforum Lüneburg, Konzertscheune
Aufzeichnung vom 13.11.2022

Jean Sibelius
Trio für V ... Weiter >>ioline, Viola und Violoncello g-Moll JS 210

Johann Sebastian Bach
Contrapunctus 1 aus "Die Kunst der Fuge" BWV 1080, bearbeitet für Bandoneon, Violine und Kontrabass von Per Arne Glorvigen

Juan Carlos Cobián
"Los Mareados", bearbeitet für Bandoneon, Violine und Kontrabass von Per Arne Glorvigen

Julio De Caro
"Boedo", bearbeitet für Bandoneon, Violine und Kontrabass von Per Arne Glorvigen

Astor Piazzolla
"Romance del Diablo", bearbeitet für Bandoneon, Violine und Kontrabass von Per Arne Glorvigen

Per Arne Glorvigen
"Violent Tenderness" für Streichquartett und Bandoneon

Antonín Dvořák
Bagatellen op. 47, bearbeitet für zwei Violinen

Astor Piazzolla
"Tristezas para un AA", bearbeitet für Streichquintett und Bandoneon von Per Arne Glorvigen und Sverre Indris Joner

Olavi Virta
"Punatukkaiselle tytölleni" ("Meinem rothaarigen Mädchen"), finnischer Tango, bearbeitet von Jarkko Riihimäki

Toivo Kärki
"Siks’ oon mä suruinen" ("Darum bin ich traurig"), finnischer Tango, bearbeitet von Uljas Pulkkis

Unto Mononen
"Tähdet meren yllä" ("Die Sterne über dem Meer"), finnischer Tango, bearbeitet von Jarkko Riihimäki

Per Arne Glorvigen, Bandoneon
Daniela Braun, Violine
Petr Matĕják, Violine
Nilay Özdemir, Viola
Taneli Turunen, Violoncello, Gesang
Arnulf Ballhorn, Kontrabass
22:00 - Nachrichten
22:03 - Feature
Gedankenverbrechen in Belarus
Wenn Dystopien lebendig werden
Von Inga Lizengevic
Regie: die Autorin
Ton und Technik: Jean-Boris Szymczak ... Weiter >>r>Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2022
Länge: 54‘30
(Ursendung)

Das belarussische Staatsfernsehen agitiert in Hass-Sendungen gegen jeden, der nicht hinter Machthaber Lukaschenko steht. Verhaftungen finden willkürlich statt; gefoltert wird im Verborgenen. Orwells Dystopie „1984“ − in Belarus ist sie Wirklichkeit geworden. „Bald werden sie in unsere Köpfe klettern und schauen, welche Gedanken wir haben. Und für diese Gedanken werden sie uns einsperren,“ meint Natalia Dulina, die ihre Professur an der Linguistischen Universität wegen der Teilnahme an Protesten verloren hat. Mittlerweile muss man in Belarus gar nicht mehr an einer Demonstration teilnehmen − es reicht, mit dem Gedanken daran zu spielen. Likes oder Reposts in den sozialen Medien, Wäsche in weiß-rot-weißer Farbfolge auf der Leine: alles Gründe für Verhaftungen und Gefängnisstrafen.
„Man wird nicht zum Präsidenten gemacht, man wird als Präsident geboren,“ sagt Machthaber Lukashenka von sich selbst. In beinahe drei Jahrzehnten hat er ein System aufgebaut, das seine Alleinherrschaft sichert. 2020 hätte ein Wendepunkt werden können, doch nach der Zerschlagung der friedlichen Proteste dreht sich die Spirale der Unterdrückung jetzt mit neuer Kraft weiter. Menschen werden verhaftet und gefoltert, Bücher werden vergraben, das Staatsfernsehen hat auf Hass-Programme umgestellt. Orwells Dystopie − in Belarus ist sie Wirklichkeit geworden.

Inga Lizengevic, geboren in Russland, aufgewachsen in Belarus, Russland und der Ukraine, studierte in Minsk und Berlin, lebt als Theaterregisseurin, Hörfunkautorin und Dokumentarfilmerin in Berlin. Für ihr Feature „Babys für die Welt. Das Geschäft mit ukrainischen Leihmüttern“ (Deutschlandfunk/SWR/ORF 2021) wurde sie mit dem Prix Italia 2022 ausgezeichnet.
23:00 - Nachrichten
23:05 - Fazit
Kultur vom Tage
00:00 - Nachrichten
00:05 - Chormusik
Chor und Gesellschaft
Aktuelle Gespräche, Hintergründe und Berichte
Moderation: Ruth Jarre
01:00 - Nachrichten
01:05 - Tonart
Americana
Moderation: Kerstin Poppendieck
05:00 - Nachrichten
05:05 - Studio 9
Kultur und Politik am Morgen
09:00 - Nachrichten
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10:00 - Nachrichten
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Kultur und Politik am Abend
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19:05 - Zeitfragen
Kultur und Geschichte - Magazin
20:00 - Nachrichten
20:03 - Konzert
Gallus Saal im Cankarjev Dom, Ljubljana
Aufzeichnung vom 01.12.2022

George Gershwin
"Rhapsody in Blue"

Aaron Copland
Sinfonie ... Weiter >>Nr. 3

Slowenisches RTV Symphonie-Orchester
Klavier und Leitung: Lio Kuokman
21:30 - Alte Musik
Der schönste Klau der Musikgeschichte
Bachs Weihnachts-Oratorium
Von Michael Maul
(Wdh. v. 16.12.2020) Das Parodieverfahren bot Johann ... Weiter >> Sebastian Bach die Möglichkeit, die Noten manch großbesetzter Gelegenheitsmusik in einen beständigeren Kontext zu überführen. Etwa, wenn er sie mit einem neuen Text versah, der auf einen regelmäßig wiederkehrenden Anlass im Kirchenjahr zugeschnitten war. Genau dies geschah im Vorfeld des Weihnachtsfestes 1734. Bach nahm sich die Arien und Chöre aus drei prachtvollen Huldigungsmusiken und ließ formal identische Verse erstellen, die das Wunder der Geburt Jesu Christi reflektieren. Dazwischen erzählte er in Rezitativen die Weihnachtsgeschichte nach Lukas und Matthäus und garnierte das Ganze mit bekannten Weihnachtschorälen. Heraus kam ein sechsteiliges Oratorium, das an den sechs Sonn- und Feiertagen zwischen Weihnachten und Epiphanias in den Leipziger Hauptkirchen uraufgeführt wurde - und zugleich ein Stück Musik, das heute für viele wie der Tannenbaum zum Weihnachtsfest gehört.
22:00 - Nachrichten
22:03 - Hörspiel
Bowguard
Monolog für einen Affen
Von Susanne Amatosero
Regie: die Autorin
Mit: Judith Rosmair, Barbara Colceriu, Josephine Lange, Yanina C ... Weiter >>erón Klewer
Komposition: Dilan Safari, Julian Andrae
Musiker: Richard Mannheimer
Ton und Technik: Thomas Monnerjahn und Gunda Herke
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2020
Länge: 56'21

In den Trümmern eines abgebrannten Palastes in den Mangroven-Sümpfen wohnt Bowguard. Er erzählt die Geschichte der Könige Nana und Jaja, die zur Zeit der Berliner Westafrika-Konferenz Ende des 19. Jahrhunderts im Nigerdelta lebten. Was Bowguard auf die Palme bringt? Wenn man ihn einen Affen nennt. Denn er ist Chronist, Linguist und Besitzer eines Ehrendoktorhutes der Universität von Lissabon. Seinen Namen buchstabiert er: „B wie Bastard, O wie the One-and-Only, W wie wizard, G wie Gangsta und Gold, U wie unique, weil ich in meiner eigenen Liga spiele! A wie Aphrodisiakum, R wie royal, riot, Rolex und Rolls Royce, und D wie Dollars und Diamanten.“
Bowguard ist eine Trickster-Figur. Er lebt in den Sümpfen des Hinterlands, dort, wo einmal die Geheime Stadt gestanden hat. Angefeuert vom Chor dreier Cheerleader erzählt er von den Königen Nana und Jaja, beschwört den vergangenen Glanz ihrer Reiche und findet Spuren ihres Niedergangs im weißen Sand. Spuren, die bis zum Reichskanzler Bismarck führen.

Susanne Amatosero, geboren 1952 in Wittlich an der Mosel, lebt als Autorin und Regisseurin für Theater und Radio in Hamburg. Für ihren Dokumentarfilm „Die Reise der Pilgrim Number One“ erhielt sie 1988 den Prix Leroi Gourhan. Das Hörspiel „funky yard“ (BR/NDR 1996) wurde bei den New York Festivals 1997 mit einer Goldmedaille ausgezeichnet. Für Deutschlandradio einige Wurfsendungen und Hörspiele, darunter: „Lagos tanzt − Die lange Nacht über Afrobeat“ (Deutschlandfunk/DRadio Kultur 2015), „Portrait of the artist as a young bitch“ (NDR 2016) und „Fischerhaus Küche“ (Deutschlandfunk Kultur 2018).
23:00 - Nachrichten
23:05 - Fazit
Kultur vom Tage
00:00 - Nachrichten
00:05 - Neue Musik
Festival KONTRASTE
Akademie der Künste Berlin
Aufzeichnungen vom 22.- 25.09.2022

Female Laptop Orchestra
Berliner Lautsprecherorchest ... Weiter >>er
01:00 - Nachrichten
01:05 - Tonart
Rock
Moderation: Andreas Müller
05:00 - Nachrichten
05:05 - Studio 9
Kultur und Politik am Morgen
09:00 - Nachrichten
09:05 - Im Gespräch
Violinist und Dirigent Thomas Hengelbrock im Gespräch mit Annette Riedel
10:00 - Nachrichten
10:05 - Lesart
Das Literaturmagazin
11:00 - Nachrichten
11:05 - Tonart
Das Musikmagazin am Vormittag
12:00 - Nachrichten
12:05 - Studio 9 - Der Tag mit ...
Live aus dem Humboldt Forum, Berlin
Micky Beisenherz
Moderation: Korbinian Frenzel

Micky Beisenherz ist einer der vielseitigsten Medienma ... Weiter >>cher des Landes: er schreibt Kolumnen u.a. für den „stern“ und die „Süddeutsche“, Gags fürs „Dschungelcamp“, moderiert im WDR den „Kölner Treff“ und auf ntv wöchentlich die politische Talkshow „beisenherz.“ Seit 2020 ist er Host des erfolgreichen News-Podcasts „Apokalypse und Filterkaffee“.
13:00 - Nachrichten
13:05 - Länderreport
14:00 - Nachrichten
14:05 - Kompressor
Das Popkulturmagazin
15:00 - Nachrichten
15:05 - Tonart
Das Musikmagazin am Nachmittag
17:00 - Nachrichten
17:05 - Studio 9
Kultur und Politik am Abend
18:30 - Weltzeit
Moderation: Isabella Kolar

Wind of change in den USA
Arbeiten bei Google, Apple, Twitter & Co.
Von N. Dampz, Mia von Hirsch, K. Wil ... Weiter >>helm In den USA galt jahrzehntelang: Wer sich etwas aufbauen will, der muss hart arbeiten, dann kann er alles werden. Darauf baut der American Dream auf, das Märchen vom Tellerwäscher zum Millionär zu werden. Doch es gibt Veränderungen: in der Arbeitsmoral, im Umgang zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern, durch die Pandemie und die Rezession. Während große Tech-Unternehmen einerseits massive, futuristische Büros bauen wollen, wollen Angestellte im Homeoffice arbeiten. Statt “hustle culture” wählt die Generation Z lieber die Work/Life Balance. Und im Silicon Valley scheint die Tech-Blase zu platzen: Statt Jobs zu generieren, trennen sich Meta, Google, Twitter und Co. von tausenden Angestellten. Was bedeutet dies für kleinere Unternehmen, wie Start-ups?
19:00 - Nachrichten
19:05 - Zeitfragen
Forschung und Gesellschaft - Magazin
20:00 - Nachrichten
20:03 - Konzert
Concertgebouw Amsterdam
Aufzeichnung vom 25.11.2022

Jean Sibelius
Sinfonie Nr. 4 a-Moll op. 63

Wolfgang Amadeus Mozart
Requiem ... Weiter >>d-Moll KV 626

Sabine Devieilhe, Sopran
Sasha Cooke, Alt
Julian Prégardien, Tenor
Benjamin Appl, Bass
Nederlands Kamerkoor
Koninklijk Concertgebouworkest
Leitung: Klaus Mäkelä
22:00 - Nachrichten
22:03 - Freispiel
Serie „2035 − Die Zukunft beginnt jetzt“
Ein Käfer, der Erinnerungen frisst
Von Fabian Raith und Sofie Neu
Regie: die Autor:innen
Mit: Bin ... Weiter >>eta Hansen, Charlie Triebel, Markus Hoffmann, Yoshii Riesen, Tina Pfurr, Petra Hartung, Robert Frank, Milena Schedle, Julian Jäckel, Katharina Hoffmann, Konstantin Frank, Matti Krause, Yara Blümel, Christine Jensen
Komposition: Martin Recker
Ton und Technik: Hermann Leppich und Sonja Maronde
Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2022
Länge: 54'53
Nächste Folge am 09.12.2022, 00.05 Uhr

Mehrere Serverfarmen sind vom Annamox-Käfer befallen, die Daten aus der Terra-Cloud sind unwiederbringlich verloren − darunter alle Aufnahmen von Mikas verstorbener Mutter. „2035“ − Neun Zukunftshörspiele von unterschiedlichen Autorinnen und Autoren. Neun SciFi-Hörspiele erzählen in dieser Anthologie-Serie neun Versionen der nahen Zukunft. Sie spielen im Jahr 2035, dem Jahr, in dem der Reverse-Klimawandel geschafft sein sollte. Was hat eine Abschlussklasse von 2022 bis dahin erlebt? Vor welchen Herausforderungen stehen sie im Jahr 2035? Naturkatastrophen, soziale Spaltung, künstliche Intelligenz? Die Handlung der einzelnen Folgen ist in sich abgeschlossen, manchmal finden sich Bezüge und Hinweise. Ein Hörspiel-Multiversum von ARD und Deutschlandfunk Kultur.

Wie lange kann man sich an den Klang einer Stimme erinnern, nachdem die Person verstorben ist? Die Erinnerung an Mikas Mutter verblasst langsam, seit alle Aufnahmen gelöscht wurden. In dieser Folge begibt sich Mika auf einen alten Augmented Reality Walk zum Thema „Erinnerung“. Es fühlt sich für Mika ziemlich „retro“ an mit einem Tablet durch die Stadt zu laufen anstelle der üblichen Glasses. Aber Schulfreundinnen haben anscheinend etwas Wichtiges in diesem alten Walk entdeckt und Mika genötigt loszugehen. Der Walk ist aus dem Jahr 2022, Mika läuft damit im Jahr 2035 durch die Stadt: die Zeitschichten überlagern sich. Mika lässt sich zunehmend darauf ein, der Stimme im Walk zu folgen. Sie stellt immer wieder diese eine Frage: Wenn du wüsstest, dass morgen die Welt untergeht − würdest du heute noch einen Apfelbaum pflanzen? Zwischen öffentlichen Erinnerungsorten, digitalen Denkmälern und Begegnungen mit Passanten zeigt sich, wie sich der Blick in die Zukunft und der Blick in die Vergangenheit gegenseitig beeinflussen.

„Ein Käfer, der Erinnerungen frisst“ ist eine binaurale 3D-Audio Produktion: für den perfekten 3D-Sound bitte unbedingt mit Kopfhörer hören!

Fabian Raith, geboren 1987, ist Medienkünstler und experimentiert mit immersiven Theaterformaten. Studium in Erfurt, Frankfurt, Istanbul und Berlin. Er erforschte Popmusik als politisches Ausdrucksfeld und studierte zuletzt Spiel und Objekt an der Hochschule für Schauspiel Ernst Busch mit Schwerpunkt im Bereich Augmented und Virtual Reality.

Sofie Neu, geboren 1992, Studium der Kunstgeschichte und Literaturwissenschaft in Berlin und Wien. Zuletzt Dramaturgiestudium an der Hochschule für Schauspiel Ernst Busch und Dramaturgin für freie Theaterproduktionen. Im Moment begeistert von Figuren- und Objekttheater, Hörspiel, Sound-Walks, Audiodeskription und Gebärdensprache.
23:00 - Nachrichten
23:05 - Fazit
Kultur vom Tage